Korblift
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Besonderheiten

Korblifte führen in der Regel eher über kurze Distanzen. Üblich sind Streckenlängen von 1000 - 1500 Metern. Eine Ausnahme bildet eine Anlage in Italien südlich von Turin, welche eine Strecke von 2200 Metern überwindet.

Eine kurze Sesselbahn im Französischen Palavas verfügt neben normalen Zweiersessel über einige offene Körbe. Die Sessel sind aber deutlich in der Überzahl.

Der einzige Schweizer Korblift am Fusse des Pilatus dient zur Erschliessung eines Restaurant auf der Frakmüntegg. Das Restaurant befindet sich etwas unterhalb der Gondelbahnstation. Um den Restaurantgästen den kurzen Abstieg über den Wanderweg zu er- sparen, wurde im Jahr 1998 ein kurzer Korblift erstellt. Er fährt unter kantonaler Konzession, da vorschriftsrichtig jeweils maximal 8 Personen gleichzeitig befördert werden. Die Mitfahrt ist kostenlos.

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Beschrieb

Ein Korblift ist eine Luftseilbahn mit einem umlaufenden Zugseil, an welchem sich fixgeklemmte Körbe befinden, in welchen in der Regel zwei Personen Platz finden. Der Antrieb erfolgt in der Tal- oder Bergstation und wirkt auf das Zugseil, welches gleichzeitig auch als Tragseil dient. Eingesetzt wird dieser Bahntyp meistens über kurze Distanzen um gegenüber einer Gondel- oder Sessel- bahn Kosten zu sparen. Am weitesten verbreitet sind Korblifte in Italien. In letzter Zeit verschwinden sie allerdings zunehmends aus der Seilbahnwelt. In der Schweiz befindet sich aktuell noch eine einzige Anlage in Betrieb. Es handelt sich dabei um den hier auf den Bilder gezeigten Lift an der Fräkmüntegg am Fusse des Pilatus. Es handelt sich dabei um eine moderne Anlage, welche im Jahr 1998 errichtet wurde.

Funktionsweise

Am umlaufenden Zugseil werden die einzelnen Körbe mit Schraubklemmen fix angebracht. Der Antrieb erfolgt durch einen Elektro- motor in der Berg- oder Talstation, welcher über ein Getriebe auf die Umlenkscheibe wirkt.

Zum Ein- und Aussteigen halten die Körbe in den Stationen nicht an. Aufgrund der geringen Fahrgeschwindigkeit von ca. 2 Meter pro Sekunde sowie den offenen Körben besteht für die Fahrgäste kein Risiko. Die Einstiegsstelle am Korb ist meistens mit einem Schliessbügel versehen, welcher während der Fahrt geschlossen werden kann um ein Herausfallen zu verhindern.

Auf der Strecke befinden sich je nach Profil der überfahrenen Landschaft viele Stützen, welche entweder als Rundrohrstütze oder in Fachwerkbauweise erstellt sind. Sie halten das Seil hoch, damit die Körbe nicht auf dem Gelände aufschlagen. Im Gegensatz zu anderen Bahnsystem ist die Stützenhöhe meistens nur gering. Am Stützenkopf befinden sich die Rollenbatterien, über welche das Seil geführt wird.

Strecke eines modernen Korblifts
Blick auf die offene Talstation
Bergstation

Fotos: M. Armold