
Nach dem grossen Erfolg mit dem Betrieb der Gelmerbahn, der steil- sten Standseilbahn der Welt, sind die Grimselkraftwerke (KWO) der grossen Nachfrage der Gäste nach der öffentlichen Zugänglichkeit der Triftbahn nachgekommen und haben diese Bahn im Sommer 2005 für den öffentlichen Verkehr freigegeben.
Angefangen hat die Geschichte der Bahn jedoch bereits 1960 als sie zur Erschliessung der Wasserfassung Trift gebaut wurde. Zwei Last- Barellen ermöglichten den Transport von Waren und Personal. 1992 wurde eine Barelle durch eine zuvor an der Engstligenalp verwendeten Kabine ersetzt, welche ihrerseits im Jahr 2001 einer Kabine der alten, inzwischen abgebrochenen KWO-Werksseilbahn Handegg - Gersten- egg ersetzt wurde. Ursprünglich war es geplant für den Publikums- betrieb die zweite Kabine der selben Bahn auch an die Triftbahn zu versetzen. Schlussendlich entscheid man sich allerdings trotzdem zwei komplett neue Kabinen anzuschaffen.
Ein neuer Antrieb und eine neue Steuerung sorgen zudem dafür, dass die neue Bahn in gut der Hälfte der ehemaligen Fahrzeit die Bergstation erreicht. Lediglich die massiven Stützen und die grossen Stationsgebäude erinnern noch daran, dass hier einmal grosse Mengen an Lasten transportiert wurden.
Von der Bergstation führt ein angenehmer Wanderweg hinauf zum Triftgletscher wo sich die im Jahr 2004 montierte Hängebrücke be- findet. Sie überwindet in 70 Metern Höhe eine Distanz von 100 Metern und erspart den Wanderern damit einen Umweg von ungefähr einer Stunde. Sie ist ein Abenteuer für die ganze Familie!
Bereits in den ersten Wochen des öffentlichen Bahnbetriebs kam es zu Wartezeiten von über einer Stunde, was das grosse Interesse an der Bahn beweist.
Mit der Triftbahn steht nun eine interessante Alternative zur Gelmer- bahn zur Verfügung. Bietet sie doch eine abenteuerliche Fahrt in luftiger Höhe durch die Triftschlucht und ist so alleine schon ein be- sonderes Erlebnis.
Erwähnt sei zum Schluss noch eine technische, für die Besucher aller- dings nicht sichtbare Besonderheit. Die Grundstruktur des alten An- triebs, welcher von einer Bauseilbahn stammte, wurde übernommen. Dadruch wird die neue Bahn auch weiterhin von einem sonst bei Pendelbahnen eher unüblichen, liegenden Antrieb bewegt.
Eine Kabine auf dem Weg in die Triftschlucht.
Einfahrt in die Bergstation.
Unterwegs zum Triftgletscher.
Technische Daten:
Bilder:
M. Schmocker

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Werkseilbahn |
öffentliche Pendelbahn |
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Status |
umgebaut |
in Betrieb |
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Eröffnung |
1960 |
2005 |
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Umbau |
2005 |
- |
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Antriebsart |
elektrisch (Tal) |
elektrisch (Tal) |
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Talstation |
Käppeli |
Käppeli |
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Bergstation |
Trift |
Trift |
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Länge |
2332 m |
2332 m |
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Höhenunterschied |
368 m |
368 m |
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Anzahl Stützen |
5 |
5 |
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Max. Steigung |
54 % |
54 % |
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Fahrtdauer |
19 min |
10 min |
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Kabinen |
2 Barellen |
2 |
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Plätze |
12/2 Tonnen |
8/640 kg |
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Förderleistung/h |
36 |
48 |
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Erbauer |
Habegger |
Garaventa |
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Antriebsleistung |
81 KW |
156 kW |
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Fahrgeschwindigkeit |
2,4 m/s |
5 m/s |