
Das kleine Walliser Bergdorf Embd liegt oberhalb des Mattertales am Fusse des Augstbordpasses. Gerade mal 350 Personen wohnen hier obwohl sich das Gemeindegebiet von Tal bis hinauf auf über 2000 Meter erstreckt.
Nach Embd führt seit Ende der 70er-Jahre eine schmale und kurven- reiche Strasse ab Stalden. Bereits seit 1957 besteht jedoch eine direkte Verbindung hinunter nach Kalpetran, sichergestellt durch eine von der Firma Küpfer gebaute Luftseilbahn. 8 Personen finden in jeder Kabine Platz. An der Fels- kante befindet sich die einzige Stütze, bei welcher ein Zwischenein- stieg vorhanden ist. Dieser erspart den Bewohnern des unteren Dorfteils von Embd den steilen Anstieg zur Bergstation.
Auf dieser einen Stütze befindet sich auch die Rettungsgondel, die im Störungsfall zur Bergung der Passagiere aus den Kabinen im unteren Streckenteil eingesetzt werden kann. Im oberen Teil erfolgt die Rettung durch Abseilen mit einer Seilwinden direkt aus der Kabine.
Für eine Fahrt mit dieser Bahn wird Schwindelfreiheit empfohlen. Denn bei einer Streckenlänge von nicht mal einem Kilometer wird eine Höhendifferenz von mehr als 500 Meter überwunden. Gleich- zeitig wird eine Landschaft durchfahren wie sie vielfältiger kaum sein könnte. Von lichtem Wald über Bergwiesen bis hin zu senkrechten Felswänden wird einem hier alles geboten.
Als technische Besonderheit, die bei solch kleinen Anlagen mit kan- tonaler Konzession in der Regel nicht vorhanden ist, verfügen die beiden roten Kabinen über eine Fangbremse. Lässt die Spannung des Zugseils nach, zum Beispiel bei einem Zugseilriss, so klammern die Bremsen die Kabine sofort an das Tragseil und bringen sie so innert wenigen Sekunden zum Stehen.
Fangbremsen sind Vorschrift für grössere Seilbahnen mit eidgenös- sischer Konzession. Bei kleinen Anlagen wird keine Bremse an der Kabine verlangt, sofern die Bahn nur mit einer kantonalen Konzes- sion betrieben und pro Fahrt maximal acht Personen pro Richtung befördert werden.
Die Bahn nach Embd ist ein gutes Beispiel für eine kleine, moderne Seilbahnanlage, die sich für den Transport von Einheimischen und Touristen bestens eignet.
Eine Kabine in der Talstation in Kalpetran.
Die Stütze mit dem Zwischeneinstieg.
Das Laufwerk der Kabine.
Technische Daten:
Bilder:
M. Schmocker
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Pendelbahn |
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Status |
in Betrieb |
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Eröffnung |
1957 |
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Antriebsart |
elektrisch (Berg) |
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Talstation |
Kalpetran |
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Bergstation |
Embd |
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Länge |
932 m |
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Höhenunterschied |
523 m |
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Anzahl Stützen |
1 |
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Max. Steigung |
? |
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Fahrtdauer |
5 min |
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Kabinen |
2 |
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Plätze |
8 |
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Geschwindigkeit |
4 m/s |
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Erbauer |
Garaventa-Küpfer |
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Förderleistung/h |
80 |