
Grindelwald - dieser Name steht vorallem für ein Touristendorf im Berner Oberland am Fusse von Eiger, Mönch und Jungfrau. Hier fuhr vor dem ersten Weltkrieg die erste Luftseilbahn der Schweiz in Form des Wetterhorn-Aufzuges. Bekannt sind auch die Gondelbahnen auf die First und auf den Männlichen. Oft vergessen wird die kleine, rote Luftseilbahn, welche etwas versteckt im unteren Dorfteil zu ihrer Fahrt zur Pfingstegg startet.
Die Pfingstegg ist eine Alp am Fusse des Wetterhorns mit einem wunderschönen Ausblick auf das Tal und auf das Dorf Grindelwald. Direkt an der Bergstation der Seilbahn beginnen verschiedene Wan- derwege. Hier oben scheint allgemein die Welt noch in Ordnung zu sein. Hier kommt man zur Ruhe.
Lange Zeit war die Pfingstegg nur zu Fuss erreichbar. Erst mit dem aufstrebenden Tourismus in den 60er-Jahren nahm man die kon- kreten Planungen für den Bau einer Luftseilbahn auf. 1965 erteilte der Staat die Betriebskonzession. Zwei Jahre später konnte die Bahn ihre ersten Fahrgäste befördern.
Obwohl heute immer noch die Kabinen aus dem Eröffnungsjahr ihren Dienst versehen, ist die Bahn hinter den Kulissen laufend dem aktuellen Stand der Technik angepasst worden. Vor kurzem wurden ein neuer Antriebsmotor und eine neue Steuerung montiert. Ge- fahren wird die Bahn von den Kabinenbegleitern per Fernsteuerung von den 35-plätzigen Kabinen aus.
Bei der Bergstation gibt es neben dem Bergrestaurant eine Sommer- rodelbahn - zum Zeitpunkt ihres Baus Ende der 90er-Jahre eine der ersten in der Schweiz. Sie ist gekonnt in die Landschaft eingebettet und bietet eine 750 Meter lange rasante Fahrt.
Mit einer kurzen Wanderung lässt sich der untere Grindelwaldglet- scher erreichen. Ein anderer Wanderweg führt durch den im Jahr 2005 erstellten Breitlouwina-Tunnel zum Hotel Wetterhorn, wo sich auch die Ruinen des Wetterhornaufzuges befinden.
Auch für Verliebte hält die Pfingsteggbahn ein spezielles Angebot bereit: Bei einem leckeren 3-Gang-Menu in der liebevoll dekorierten Seilbahnkabine bietet sich die perfekte Atmosphäre für einen ro- mantischen Heiratsantrag...
Alles in allem handelt es sich bei der Pfingsteggbahn um eine kleine aber feine Bahnanlage, die sich perfekt für einen gemütlichen Sonntagsausflug mit der gesamten Familie eignet.
Eine Kabine kurz vor der Bergstation.
Der Antrieb in der Talstation.
Eine Kabine verlässt die Talstation.
Technische Daten:
Bilder:
Ch. Zenger
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Pendelbahn |
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Status |
in Betrieb |
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Eröffnung |
1967 |
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Antriebsart |
elektrisch (Tal) |
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Talstation |
Grindelwald |
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Bergstation |
Pfingstegg |
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Länge |
1037 m |
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Höhenunterschied |
364 m |
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Anzahl Stützen |
1 (36 m) |
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Max. Steigung |
? |
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Fahrtdauer |
5 min |
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Kabinen |
2 |
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Plätze |
35 + 1 |
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Förderleistung/h |
505 p/h |
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Erbauer |
Habegger |
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Fahrgeschwindigkeit |
6 m/s |
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Antriebsleistung |
258 PS |
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Leistung Notantrieb |
45 PS |
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Spanngewicht Tragseil |
2x 53,5 t (Tal) |
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Spanngewicht Zugseil |
1x 28 t (Berg) |