Funitel
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Besonderheiten

Einzelne Funitels sind als Pendelbahn ausgeführt. Man spricht dabei von Jigback-Funitels. Dabei handelt es sich um Anlagen, die die Technik eines Funitels mit zwei Förderseilen besitzen. Die Kabinen jedoch verkehren nicht im Umlaufbetrieb, sondern pendeln zwischen den beiden Stationen. Solche Anlagen haben gegenüber der klassischen Pendelbahn eine grössere Windstabilität auf- grund der zwei weit von einander entfernten Seilen. Bei Jigback-Funitels werden in der Regel mehrere Kabinen als Gruppe einge- setzt um so die Kapazität zu erhöhen.

Im Volkswagen-Werk in Bratislava dient seit dem Jahr 2002 ein Funitel als Verbindung zwischen zwei Fabrikationshallen. Für den Transport der im Bau befindlichen Autos werden spezielle Transportkabinen eingesetzt.

Für den Transport von Waren oder Trinkwasser verfügen einzelne Funitel-Anlagen über Transportkabinen, welche analog zu einer Kabine für den Personentransport im laufenden Betrieb an das Seil geklemmt werden können.

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Beschrieb

Ein Funitel ist eine Luftseilbahn, welche die Elemente der Pendelbahn mit deren einer Gondelbahn vereint. Erfunden wurde es von Denis Creissels. Die Kabinen für bis zu 40 Peronen werden von zwei parallel verlaufenden Seilen befördert. Zwei Antriebe sorgen für die Bewegung der Seile. Gebaut werden Funitels seit 1990. Oft ersetzen sie ältere Pendelbahnen. Neuerschliessungen mit Funitels sind eher selten. Die grossen Vorteile eines Funitels sind die Windstabilität und die grosse Förderkapazität. Letztere kann mehrere Tausend Personen pro Stunde betragen. Eine gebräuchliche Abkürzung für diesen Bahntyp gibt es nicht.

Funktionsweise

Je nach Bauweise verfügt ein Funitel über zwei unabhängige oder eine doppelte Seilschlaufe, welche von zwei Elektromotoren in der Berg- oder Talstation bewegt werden. So verfügt jede Fahrspur über jeweils zwei Zugseile, die gleichzeitig auch als Tragseil fun- gieren. An die Seile werden Kabinen mit einem Fassungsvolumen von je 18 - 40 Personen geklemmt. Auf häufigsten kommen dabei Kabinen mit Platz für 24 Personen vor. Damit unterschiedliche Geschwindigkeiten der beiden Seilschlaufen ausgeschlossen werden können, sind die beiden Antriebe durch ein Differenzialgetriebe mechanisch miteinander verbunden. Aufgrund ihrer Aus- masse befinden sich die Antriebe in der Regel in einem Kellerraum unterhalb des Stationsbereichs.

An den Kabinen sind je vier automatische Klemmen vorhanden, mit denen die Befestigung an den Seilen erfolgt. Für den Aufent- halt in den Stationen werden die Klemmen geöffnet und so die Kabine von den Förderseilen gelöst. Hier übernehmen nun spezielle Fördereinrichtungen den langsamen Transport der Kabinen durch die Station und ermöglichen so einen bequemen Fahrgastwechsel. Je nach Hersteller werden dafür entweder Förderer in Bodennähe oder das von der Gondelbahn bekannte System mit Hängeschie- nen eingesetzt. Bei beiden Bauweisen gibt es Weichen, die eine Abstellung von nicht benötigten Kabinen in den Garagierungs- bereichen ermöglichen.

Damit eine Kabine an die Förderseile gekuppelt werden kann, muss sie zuerst auf die Geschwindigkeit der Seile beschleunigt wer- den. Dies geschieht mittel Reifenförderern, analog zur klassischen Gondelbahn. Elektronische Dosierer sorgen dafür, dass der nö- tige Abstand zur vorausfahrenden Kabine eingehalten wird. Erst wenn er gross genug ist wird die Beschleunigungssequenz gestartet.

Durch die zwei Förderseile sind auch sehr grosse Spannfelder, analog einer Pendelbahn möglich. Daher werden bei Funitels nur we- nige Stützen benötigt. Sie verfügen am Stützenkopf über eine grosse Anzahl an Rollenbatterien über welche die beiden Seile ge- führt werden. Um die Fahrbahn tief zu halten, können Niederhaltesützten gebaut werden. Je nach Gelände befindet sich als Aufbau auf dem Stützenkopf eine weitere kleine Stütze für die Bergungsbahn. Letztere dient im Notfall der Evakuation von auf der Strecke blockierten Kabinen.

Blick in Stationsbereich
Kabine für 30 Personen
Kabine für Wassertransport
Stütze mit Bergungsbahn
Bergstation mit Bergungskabine
Klemmen
Abstellgleis
Strecke eines Funitels
Bremsbereich