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Gondelbahn
Pendelbahn

Das erste Projekt für eine Luftseilbahn am Pilatus entstand bereits während dem Bau der bekannten Zahnradbahn im Frühjahr 1889. Diese Anlage wurde von Leonardo Torres, einem Ingenieur aus Spa- nien, geplant und hätte eine Verlängerung der Zahnradbahn darge- stellt. Vom Gipfelhotel aus hätte sie mit einer Streckenlänge von knapp 500 Metern zum Klimsenhorn führen sollen. Letzteres liegt ungefähr 200 Meter unterhalb des Pilatus auf Luzerner Seite und ist heute für die dortige, im Jahr 2004 renovierte Kapelle bekannt.

Torres’ Seilbahn hätte mit Speichenrädern auf 6 Tragseilen laufen sollen. Das Zugseil sollte auf einer Winde auf- bzw. abgewickelt wer- den. Der Antrieb wäre durch eine Dampfmaschine erfolgt. Da es da- mals noch kein Seilbahngesetz gab - die Anlage am Pilatus wäre die erste Seilbahn der Schweiz gewesen - wurde der Bau trotz bereits er- teilter Konzession durch die Behörden verweigert.

Ingenieur Torres zog von dannen und errichtete im Jahr 1907 in sei- nem Heimatland eine Anlage nach dem selben Prinzip. Eine Weitere entstand 1913 an den Niagarafällen. Sie ist bis heute praktisch un- verändert in Betrieb.

Das nächste konkrete Seilbahnprojekt am Pilatus entstand erst in den 50er-Jahren. 1954 wurde die Gondelbahn von Kriens zur Fräk- müntegg in Betrieb genommen. Von Anfang an war sie als Verbin- dung zum Pilatus gedacht. Der Steilhang unterhalb des Gipfels kon- nte jedoch nicht mit einer Gondelbahn bewältigt werden.

Stattdessen eröffnete im März 1956 eine Pendelbahn auf diesem letzten Abschnitt. Die Bergstation kam dabei direkt neben dem Bahn- hof der bestehenden Zahnradbahn zu liegen. Gebaut wurde die Seil- bahn mit zwei Trag- und einem Zugseil pro Spur. Letzteres wird durch den in der Talstation platzierten Antrieb bewegt.

Die eigentliche Strecke fiel aufgrund des stark abfallenden Geländes sehr steil aus. Sie führt über eine Felskuppe, auf welcher sich die einzige Stütze der Bahn befindet.

Im Jahr 1983 wurden die beiden Kabinen ausgetauscht so wie die technischen Einrichtungen grundlegend renoviert. Während die Ka- binen mehrmals Werbelackierungen trugen, pendeln sie nun seit einiger Zeit in einem klassischen roten Anstrich ganzjährig zwischen Fräkmüntegg und Pilatus.

Eine Kabine verschwindet im dichten Nebel.

Der Antrieb in der Talstation.

Technische Daten:

Bilder:

M. Schmocker

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Pendelbahn

Status

in Betrieb

Eröffnung

1956

Antriebsart

elektrisch (Tal)

Talstation

Fräkmüntegg

Bergstation

Pilatus

Länge

1389 m

Höhenunterschied

647 m

Anzahl Stützen

1

Max. Steigung

?

Kabinen

2

Plätze

40

Fahrgeschwindigkeit

6,5 m/s

Förderleistung/h

480

Erbauer

Garaventa

Antriebsleistung

250 kW

Eine Kabine verschwindet im dichten Nebel.
Der Antrieb in der Talstation.

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