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9. Januar 2011 - Neue Sesselbahn Bettmeralp - Blausee

Seit dem 4. Dezember 2010 steht das neue, 20 Millionen teure Flaggschiff im Skigebiet Bettmeralp in Betrieb: Die Sesselbahn Blausee. Bisher war dieser Teil des Skigebiet, der vor allem von Anfängern und Skischulen gerne genutzt wird, lediglich durch einen im Jahr 1972 gebauten Skilift erschlossen. Nun befördert an seiner Stelle eine moderne 4er-Sesselbahn die Skifahrer an das obere Ende der Pisten. Die neue Bahn verfügt im Gegensatz zum bisherigen Skilift auch über eine deutlich längere Strecke. Im Bereich der alten Skiliftbergstation wurde zusätzlich die neue Mittelstation Scheene Bodu errichtet.

Augenfälligstes Merkmal der neuen familienfreundlichen Anlage sind zweifelsohne die orangen Wetterschutzhauben, im Fachjar- gon Bubbles genannt. Während diese für die mitfahrenden Fahrgäste bei geschlossenem Zustand etwas gewöhnungsbedürftig sind und auch nicht von jedem Skifahrer geliebt werden, verleihen sie der Sesselbahn einen interessanten Farbakzent. Neben den Bubbles verfügt die neue Bahn aber auch noch über andere Extras. Bereits der Zugang von der Bergstation der Pendelbahn aus gestaltet sich neu besonders bequem. Eine verglaste Galerie und eine Rolltreppe ersetzen den bisherigen, steilen Fussweg zum Skilift. Bequem geht es weiter: Die Talstation ist mit einem Förderband ausgestattet, welches die Skifahrer passend zu ihrem Sessel bringt und so einen einfachen Einstieg ermöglicht. Da sich die Sesselbahn hauptsächlich an Familien mit kleinen Kindern richtet, sind alle 69 Sessel mit der sogenannten Kindersicherung ausgestattet. Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung, die verhindert dass Kinder von der Sitzfläche rutschen können. Als weitere Sicherheitsvorkehrung schliessen sich die Sicherheitsbügel bei der Abfahrt automatisch.

Gebaut wurde die neue Sesselbahn von der Firma Garaventa. Während die Talstation mit einem schönen Gebäude ausgestattet wurde, sind die Mittel- und Bergstation in der bekannten, offenen Kompaktbauweise ausgeführt. Da die Platzverhältnisse an der Talstation aufgrund der umliegenden Bebauung etwas beengt sind, befinden sich sowohl Antrieb wie auch Sesselgarage in der Mittelstation. Interessant ist, dass der einzige vorhandene Antrieb beide Sektionen antreibt und daher ein getrennter Betrieb nicht möglich ist. Insgesamt kann die neue, 1079 Meter lange Anlage bis zu 2000 Personen pro Stunde bergwärts befördern. Die Gäste scheinen sie zu mögen, entwickelten sich doch bereits in den ersten Tagen Wartezeiten an der Talstation.

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Fotos: Patrick Balzli