Pendelbahn
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Die Talstation der Stockhorn-Luftseilbahn befindet sich am Rand des kleinen Simmentaler Dorfes Erlenbach. Von hier aus führt sie in zwei Sektionen über die Mittelstation Chrindi hinauf zum bekannten Aus- sichtsberg.

Vom Gipfel bietet sich ein eindrücklicher Ausblick hinunter ins Sim- mental sowie auf der Nordseite auf die Region um Thun und auf den Thunersee. Ein Stollen führt durch den Berg direkt zu den sogenan- nten “Stockhorn-Augen”, zwei grosse Aussichtsfenster in der Fels- wand. Ursprünglich waren diese Abends beleuchtet und so von Thun aus (zu) gut sichtbar.

Mit den beiden Seilbahnen kann der Gipfel innert 20 Minuten be- quem und ohen Anstrengung erreicht werden.

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Dies ist seit 1969 möglich. Ein Jahr zuvor ging bereits die 1. Sektion in Betrieb. Seither verkehren beide fast unverändert und haben eine vergleichsweise kleine Transportkapazität von 360 bzw. 330 Per- sonen pro Stunde. Alles in allem ist der ganze Charme der Anlagen aus den 60er Jahren bis heute erhalten geblieben. Lediglich der Antrieb der zweiten Sektion wurde im Frühjahr 2003 ersetzt.

Der neue Antrieb ist jedoch auch schon gebraucht. Er stammt von der alten Pendelbahn zum Piz Nair bei St. Moritz. Bei diesem “neuen” Antrieb fällt auf den ersten Blick der grosse Notantrieb auf. Mit diesem kann einerseits die Rettungsbahn wie aber auch der Pendel- bahnantrieb  bewegt werden. Der Notantrieb kann direkt vom Kom- mandopult aus gesteuert werden.

Auch die erste Sektion verfügt über einen Notantrieb. Damit dieser an das Getriebe gekoppelt werden kann, muss jedoch zuerst ein speziell angefertiges Zahnrad an die Antriebsachse angeschraubt werden, welches über eine Kette mit dem Notantrieb verbunden wird.

Vor einigen Jahren wurden auch beide Steuerungen durch die SISAG erneuert. Es wurden unter anderem elektronische Kopierwerke installiert, die nun auf einem PC-Monitor den genauen Standort der Kabinen anzeigen.

Ebenfalls seit einigen Jahren bieten die Stockhornbahnen für alle Wagemutigen Bungee-Jumping über dem Hinterstockensee an. Dabei springt man in über 100 Meter Höhe aus der Kabine der zweiten Sektion.

Eine Kabine kurz unterhalb von Chrindi.

Der neue Antrieb der 2. Sektion.

Detailansicht des Laufwerks der 1. Sektion.

Technische Daten:

Bilder:

M. Schmocker

Eine Kabine kurz unterhalb von Chrindi.
Der neue Antrieb der 2. Sektion.
Detailansicht des Laufwerks der 1. Sektion.
Eine Kabine verlässt die Mittelstation.

Eine Kabine verlässt die Mittelstation.

Bis zum Winter 2003/2004 gab es am Stockhorn ein kleines Ski- gebiet. Von der Mittelstation Chrindi aus führten zwei Skilifte hinauf zum Lasenberg. Der Skibetrieb wurde jedoch im Frühjahr 2004 definitiv eingestellt. Die beiden technisch interessanten Lifte wurden abgebrochen.

Die beiden Pendelbahnen brauchen eine Schliessung jedoch nicht zu befürchtet. Die Seilbahnen sollen weiterhin auch im Winter in Betrieb stehen. Erst kürzlich wurde das Bergrestaurant umgebaut. In den nächsten Jahren wird dann als nächster Umbau der Antrieb der ersten Sektion ersetzt werden. Die Zukunft ist also gesichert. Und somit wird der lohnende Besuch auf dem Stockhorn auch in Zukunft möglich sein.

 

Pendelbahn 1. Sektion

Pendelbahn 2. Sektion

Status

in Betrieb

in Betrieb

Eröffnung

1968

1969

Antriebsart

elektrisch (Berg)

elektrisch (Tal)

Talstation

Erlenbach

Chrindi

Bergstation

Chrindi

Stockhorn

Länge

2787 m

1220 m

Höhenunterschied

917 m

499 m

Anzahl Stützen

7

1

Max. Steigung

?

?

Fahrtdauer

9 min

5 min

Kabinen

2

2

Plätze

60

30

Förderleistung/h

360

330

Erbauer

von Roll

von Roll

Fahrgeschwindigkeit

7 m/s

6 m/s

Antriebsleistung

270 PS

190 PS