DMC und DLM
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Besonderheiten

DMC und DLM wurden oft als Ersatz für Pendelbahnen gebaut, da mit dem Umlaufbetrieb eine höhere Kapazität erreicht wird. Beim Umbau konnten dabei oft die Stützen für die neue Anlage übernommen werden. Lediglich der Stützenkopf musste angepasst werden.

In Frankreich gibt es eine sogenannte JigBack-DMC-Anlage. Es handelt sich dabei um ein gewöhnliches DMC-System, welches je- doch nicht im Umlauf- sondern im Pendelverkehr fährt.

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Beschrieb

Das DMC- und DLM-System sind Bahntypen mit zwei Zugseilspuren pro Fahrrichtung. An die Seile werden ähnlich wie bei einer Ein- seilumlaufbahn einzelne Gondeln mit einem Fassungsvermögen von bis zu 25 Personen gekuppelt. Die beiden Systeme unter- scheiden sich nur geringfügig. Das DMC-System setzt auf zwei unabhängige Seilschleifen während bei DLM-Anlagen ein einziges Seil in einer doppelt gelegten Schlaufe verwendet wird. Beide Bauarten gelten als Vorläufer des deutlich windstabileren Funitels. Heute werden daher auch keine DMC- und DLM-Bahnen mehr gebaut. Sie sind jedoch noch in grosser Anzahl in den Alpenländern, vorwiegend als Zubringer- anlagen in Skigebiete, vorhanden. Allerdings gibt es keine solche Anlage in der Schweiz. Die Abkürzun- gen stehen für Double Mono Cable bzw. Double Loop Monocable, zu Deutsch Doppel-Einseilbahn bzw. Doppelschlaufen-Einseilbahn.

Funktionsweise

Beim DMC-System liegen zwei voneinander unabhängige Seilschlaufen mit je einem eigenen Antrieb in geringem seitlichem Ab- stand zueinander, während bei DLM-System ein einziges Zugseil in einer Doppelschlaufe gelegt und nur mit einem Motor angetrie- ben ist. Damit beide Seilspuren gleich schnell laufen, sind die beiden Antriebe von DMC-Anlagen mit einem Differenzialgetriebe gekoppelt. Diese Massnahme ist aufgrund des einzigen Zugseils beim DLM-System nicht nötig. Ansonsten sind beide Bahntypen mehrheitlich baugleich.

Der Antrieb befindet sich jeweils in der Tal- oder Bergstation. In der Gegenstation findet sich die Seilabspannung, welche hydrau- lisch oder mit Spanngewichten erfolgen kann.

Die einzelnen Kabinen werden in den Stationen durch spezielle Fördereinrichtungen langsam fortbewegt um einen einfachen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Um sie dann an die Zugseile zu kuppeln werden sie über Reifenförderer auf die Seilgeschwindigkeit beschleunigt. Sobald diese erreicht ist, werden die insgesamt vier Klemmen - zwei pro Seilspur - automatisch geschlossen. Selbi- ges geschieht bei der Ankunft in einer Station in entgegengesetzter Folge.

Aufgrund der beiden Zugseile sind relativ grosse Spannfelder möglich. So werden oft nicht mehr Stützen benötigt als bei einer klassischen Pendelbahn. Diese Stützen halten sie Seile hoch und sorgen dafür, dass die Kabinen den Boden nicht berühren. Die Stützenköpfe ähneln denen einer Pendelbahn mit dem Unterschied, dass die Seile nicht von unten abgestützt werden, sondern auf- gehangen sind. Sie werden über Rollen geführt, die beim DLM-System innen, beim DMC-System hingegen aussen liegen. Dies kommt durch die Tatsache, dass die DLM-Klemmen von aussen, bei DMC-Kabinen jedoch von innen an die Seile greifen.

Einfahrt in die Bergstation
DMC-Stütze
Strecke einer DMC-Anlage
Detailansicht einer Kabine

Fotos: M. Armold